31246 Gadenstedt

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Auf Tuchfühlung mit „Grusel-Tieren“

Auf Tuchfühlung mit Schlangen, Schaben und Vogelspinnen gingen jetzt die Kinder der Grundschule Gadenstedt.

 

Auf Tuchfühlung mit Schlangen, Schaben und Vogelspinnen gingen jetzt die Kinder der Grundschule Gadenstedt.

Keine Angst zeigten die Schüler vor Spinnen.

„Das fühlt sich wie Leder an“, meint die achtjährige Celina, während sie über die Haut einer mexikanischen Königsnatter streicht. So nah kommen die etwa 70 Mädchen und Jungen der Grundschule vermeintlichen „Grusel-Tieren“ selten.

Angestoßen wurde das Projekt vom Förderverein der Grundschule Gadenstedt, deren Mitglieder den Kontakt zu Andreas Mennigke hergestellt haben. Der Klein Ilseder beschäftigt sich seit gut 16 Jahren mit der Terrarienkunde. Bereits als kleiner Junge habe er sich für „eklige“ Tiere interessiert.

Einen kleinen Teil der Tiere, die der 45-Jährige züchtet, hatte er den Kindern jetzt mitgebracht. Mennigke sagt: „Ich möchte den Kindern die Schönheit und Faszination der oft mit Angst und Ekel behafteten Kreaturen näherbringen und ihnen Vorurteile nehmen und Berührungsängste abbauen.“ Fauchschaben erschrecken ihre Fressfeinde mit zischenden Geräuschen. Ganz gebannt lauschen die Kinder den Lauten der Tiere.

Die Sechs- bis Zehnjährigen verlieren schnell die Scheu und fassen sogar Mehlwürmer oder eine australische Gespensterschrecke an. „Die fühlt sich ganz stachelig an“, stellt die achtjährige Aliyah fest.

Mennigkes Sohn Jan und seine Nichte Michelle präsentieren den anderen Kindern ganz unbefangen verschiedene Insekten, die zur Fütterung der größeren Tiere verwendet werden. Der Züchter kann auch mit einigen Vorurteilen aufräumen. „Es gibt 1600 Arten von Skorpionen, nur 25 davon sind für den Menschen gefährlich“, erläutert Mennigke. Ähnlich verhält es sich mit der amerikanischen Vogelspinne. „Die ist ruhig und friedfertig“, erklärt Mennigke. Werden Mensche gebissen, passiert ihnen nichts. Das Gift ist nur für Insekten gefährlich. „Die fühlt sich flauschig weich an“, meint der zehnjährige Matti.

Während die Kinder größtenteils ihre Scheu abbauen, bleiben manche Eltern reserviert. „Das wäre das letzte Haustier, das ich haben möchte“, meint eine Mutter. Lehrreich findet sie den Nachmittag dennoch.

fl

24.09.2010 Quelle Text und Foto: Peiner Allgemeine Zeitung

 

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