Jürgen Heuer leitet den SV Anker Gadenstedt und engagiert sich auch als Ortsbürgermeister und im Gemeinderat
Jürgen Heuer ist aus Gadenstedt nicht wegzudenken. Im Sport und in der Politik engagiert er sich.
Heute wird er 50 Jahre und feiert - nicht seinen Geburtstag, sondern den seines Vaters Heinz.
Der wird heute 74.
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Der Fußballer-Satz „Der ist immer für ein Tor gut" trifft auf Jürgen Heuer nur bedingt zu. Denn er war stets für zwei oder drei Tore gut. 86 Treffer in einer Saison waren sein Rekord. Da spielte er für Gadenstedt in der Kreisklasse und stieg auf. Auch in der Kreisliga traf er in einer Saison immerhin 56 Mal. Und als er zum Libero umfunktioniert wurde und in der Bezirksklasse kickte, kam er auch noch auf rund 20 Treffer. „Wir hatten damals in den 80er-Jahren eine gefestigte Dorftruppe. Fast alles Gadenstedter", sagt Heuer. Inzwischen spielt er nur noch für die Alten Herren der SG Ölsburg/Gadenstedt in der 1. Kreisklasse Süd. Aufgestiegen ist er dafür in anderen Bereichen: Zum Beispiel zum Vorsitzenden des SV Anker Gadenstedt oder auch zum Ortsbürgermeister. Beim örtlichen Sportverein ist er seit 1968 verankert. Da wurde er Mitglied und blieb es bis heute. |
Seit 1996 ist Heuer Vorsitzender des SV Anker, zwei Jahre zuvor war der leidenschaftliche Kicker als Stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand gewähltworden, „Da hatte ich plötzlich eine andere Sichtweise. Nicht mehr nur die Fußballer waren wichtig, sondern sechs oder sieben Abteilungen standen im Fokus", schildert Heuer.
Als 1994 das Freibad geschlossen werden sollte, kämpfte der Sportverein, und das Bad blieb. Ein weiteres Mammutprojekt war die Hundert-Jahr-Feier des Sportvereins im Jahr 2006. „Drei Jahre vorher hatten wir uns Gedanken über das Feierjahr gemacht, zwei Jahre vorher Arbeitsgruppen gebildet. Da wurde abteilungsübergreifend gearbeitet, und das hat den Verein sehr befruchtet. Von 1994 bis heute wuchs Anker von 750 auf 950 Mitglieder.
Neben der Vereinstätigkeit, seinem Beruf als Dienstschichtleiter bei der Peiner Polizei und dem Engeagement in der Politik (siehe Artikel unten) gibt es auch noch ein Privatleben. 1992 heiratete Jürgen Heuer seine Frau Ute, 1993 wurde Tochter Milena geboren und 2000 Sohn Silas. „Vor allem die Politik hat zwar viel Zeit gekostet, aber das war eine Frage der Organisation. Aufgrund meines Schichtdienstes bei der Polizei ging das ganz gut."
Amtsmüde ist er als Anker-Vorsitzender noch lange nicht. „Der Verein ist eine Herzensangelegenheit, und wir haben einen jungen Vorstand. Da macht die Arbeit Spaß."
Seine Geburtstagsfeier wird er nachholen. Auch das hat er -wie gewohnt - bereits alles organisiert.
mp

Der Sportverein kämpfte um das Gadenstedter Freibad. Nach der Sanierung ist es ein Anziehungspunkt
cb/A
HEUERS POLlTlSCHE KARRlERE
Von FBL zu den Sozialdemokraten
1986 war Jürgen Heuer für die „Freien Bürger Lahstedt" (FBL) in den Ortsrat gewählt worden. 1988 kam er in den Gemeinderat, 1991 in den Kreistag. Seit 2001 ist er Ortsbürgermeister von Gadenstedt. Gegründet worden war die FBL vor allem wegen des Streits um die Lahstedthalle. Als dieser Motivationsgrund immer mehr an Brisanz verlor, zerfiel die FBL immer mehr, und Heuer wechselte 2006 zur SPD. Die politische Ttätigkeit möchte er nicht missen. „Ich habe viele gute Leute kennengelernt und festgestellt, dass die politische Einstellung dabei nicht im Vordergrund steht."
05.01.2011 Quelle Text und Foto: Peiner Allgemeine Zeitung
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